Vielleicht ein Pferd

pferd

Und dann dachte ich, vielleicht doch ein Pferd, wenn das Auto kaputt geht.

Das kann einfach nicht so viel teurer sein, als ein Auto, wenn man alles zusammenrechnet.

Als ich noch sehr klein war, hab ich mir bereits Sorgen darum gemacht, wie man sein Auto auf einem großen Parkplatz wiederfindet, wenn man groß ist und einkaufen fährt. Die Sorge hat sich bestätigt und die Idee von damals, dass ich das Problem mit einem Pferd einfach nicht hätte, ist heute aktueller denn je!

Der Weg zur Arbeit wäre so viel heroischer. Aber ein Pferd kann ich nicht zwei Tage am Bahnhof stehen lassen, wenn ich nach Berlin fahre.

Und ich bräuchte auch zwei, damit es einen Artgenossensfreund hat. Das könnte ja aber auch theoretisch ein sehr kleiner Artgenosse sein. So ein Pony, das nur ein winziges bisschen größer als eine dänische Dogge ist. Das frisst dann auch nicht so viel, es ist glücklich mit kargen Gräsern und im Sommer mal eine Butterblume. Und es ist schon ziemlich alt, oder hat einen anderen Grund, warum es sich nicht mehr allzu viel bewegen will. Nur ein bisschen über die Wiese schlendern. Es freut sich über Gesellschaft und leistet Gesellschaft. Das kann doch auch schnell reichen, für ein zufriedenes Leben. Nur ab und zu eine Butterblume.

Das andere Pferd, das Hauptpferd, hätte komplexere Aufgaben. Das würde auch komplexere Aufgaben für mich bedeuten. Davon wollte ich jetzt eigentlich erstmal für eine Weile Abstand nehmen. Nichts mit vier Beinen in naher Zukunft. Aber ein wenig drüber nachdenken ist erlaubt.

Wie reitet man eigentlich im Dunkeln? Mit einem Fahrradlicht, das kann nicht lange gutgehen. Können Pferde im Dunkeln sehen?

Wie wundervoll der Pferdemist für den Garten wäre. Und das Sauberhalten wäre auch viel schöner, als beim Auto. Seit 3 Jahren hab ich ein Auto. Ich war ein Mal in der Waschanlage damit. Und das sieht man auch. Seitdem wedelt die Antenne instabil im Fahrtwind. Bis ich den Staubsauger bemühe, um es von all diesem Unrat zu befreien, der außerhalb der Stadt so anfällt, Dreckklumpen, Weizenkörner vom Hühnerfutter, tote Spinnen, vergeht viel Zeit. Die Zeit und Energie, die ich darauf verwende, mich zum Auto saugen zu motivieren, steht in absolut keinem Verhältnis zum Zeit-/Energieaufwand, den die eigentliche Aktion erfordern würde.

Wohingegen das Putzen eines Pferdes immer schön ist.

So einen großen, warmen Körper zu bürsten ist ein gutes Beispiel dafür, wie man sich selbst etwas Gutes tut, indem man ein anderes Lebewesen hinter den Ohren krault.

Die riesige weiche Nase und die lieben Augen.

Jemanden vom Bahnhof abholen wäre dann auch sehr anders. Viele Menschen würden plötzlich reiten lernen. Oder ich bräuchte eine kleine Kutsche. Besser aber wäre, alle würden einfach reiten lernen. Das wäre in so vielen Hinsichten wertvoll.

Das kleine Gesellschaftspony käme dann immer mit zum Bahnhof, wenn jemand abgeholt werden muss. Vielleicht wäre es dann doch etwas größer als eine dänische Dogge, damit der Besuch auch wirklich drauf sitzen kann, ohne Schaden anzurichten. Das wäre dann wie so ein kleines Rettungsboot, das immer mit dabei ist. Auf ihm könnte man dann den Pferdeschein bei mir machen. Da kann jetzt einer sagen was er will. Mir gefällt das alles richtig gut.

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