Das letzte Wattestäbchen und der Waschlappen.

stäbchen

Dies ist keine Geschichte über Loser. Ganz und gar nicht.

Obwohl zur Hälfte vielleicht schon. Es hat sich lang hingezogen, aber ich hab vor Kurzem mit Wattestäbchen aufgehört. Eines Tages habe ich es einfach entschieden: Diese Packung noch und dann ist Schluss. Die Packung war ziemlich groß, also gab es viel Zeit, darüber nachzudenken, wie es danach weitergehen soll, ob ich mir sicher bin und das wirklich will, ob es nicht doch irgendeine vertretbare Alternative gäbe, mit der sich dieses gute Gefühl von Trockenheit und Sauberkeit erreichen lässt.

Da warb Instagram auch schon für Stäbchen, die sich abwaschen lassen. Hat mich nicht überzeugt. Papierstäbchen in halb Papp- halb Plastikverpackung haben das Rennen auch nicht gemacht. Für japanische Ohrenstäbchen bin ich noch nicht bereit.

Aber der Waschlappen, der Waschlappen ist aus vollkommen schleierhaften Gründen zu einem Wort geworden, mit dem sich Menschen sogar gegenseitig beleidigen. Gibt es etwas zuverlässigeres und robusteres, das ein noch besseres Durchhaltevermögen hat, als der Waschlappen? In einer Welt in der dies möglich wäre, würde ich sofort einen Waschlappen heiraten.

In meiner Welt hat jedenfalls das Wattestäbchen verloren und der Waschlappen gewonnen. Beim Duschen sorgt er für Sauberkeit, ein Handtuch im Anschluss schließt mit Trockenheit ab. Zurück bleibt ein rundum gutes Gefühl. Gelegentliche Griffe ins Leere geschehen manchmal noch, aber aus dem Gröbsten bin ich raus. Ich habe weder zugenommen, noch bin ich grantiger als sonst.

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