Frage und Antwort. Arbeit und Geld. Und Kraftschweine.

F: Wie bestreitest du deinen Lebensunterhalt?

A: Momentan gehe ich noch keiner Arbeit nach, für die ich Geld bekomme und kriege Arbeitslosengeld.(Update: Ich habe nun Arbeit gefunden, siehe https://brandenburgerfenster.wordpress.com/2018/03/24/reduktion-exzentrisch/) Das ist ein Segen. In ein paar Monaten sollte sich das aber ändern.
Ich wünsche mir, dass ich an 2 Tagen in der Woche arbeite, um bezahlen zu können was ich bezahlen muss. An den anderen Tagen will ich im Garten arbeiten und all die Sachen machen, die man eben so macht wenn man sich seinen Möglichkeiten nach selbst versorgen will und so Dinge tun wie zum Beispiel diesen Blog schreiben.
Absolut fantastisch wäre es, auch ohne, oder zusätzlich zu einem Arbeitgeber Geld mit den Dingen zu verdienen, die ich ohnehin mache/schon da sind.
Hier zu leben ist für mich finanziell völlig anders strukturiert als in der Stadt. Natürlich ist es hier günstiger zu wohnen als in Berlin. Der Quadratmetermietpreis dieser Gegend beträgt um die 4€. Ich esse anders und kaufe anders ein. Da ich sehr viel mehr Zeit zuhause verbringe, kann ich selber kochen und muss nicht ständig unterwegs etwas kaufen oder essen gehen. Klamotten hab ich genug, kauf ich 2nd-hand oder meine Freundin mistet aus und ich habe mal wieder eine neue Garderobe. Sehr selten kaufe ich mir ein neues Kleidungsstück in einem Laden wenn ich in Berlin bin. Natürlich gebe ich auch nur dort Geld für Kultur oder Kneipen aus. Ich kaufe mir Bücher. Das ist das einzige, was manchmal etwas teurer für mich wird. Letztens war ich in einer Therme oder ich habe mir Lautsprecher gekauft. Das kostet dann auch einmal viel Geld. Was das Auto für ein Kostenpunkt wird muss ich mal sehen.
Für mich ist es erstmal jetzt besser, mein Gemüse selber anzubauen und zu ernten und die Zeit zu investieren, die das benötigt, anstatt mehr zu arbeiten und von dem Geld, das ich dafür kriege, einkaufen zu fahren und schlechtes Gemüse zu kaufen. Ich kann nicht alles selber machen was ich brauche, aber sehr viel mehr als gedacht. Vor allem braucht man sehr viel weniger als man denkt.

 

F: Was ist aus deinen Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen geworden?

A: Nach meiner ersten, stürmischen Initiativbewerbungswelle hatte ich viele nette Rückmeldungen, Kontakte, Gespräche und habe reizvolle Gegenden und interessante Menschen kennengelernt und Erlebnisse gehabt. Jobsuche ist ein gutes Mittel, sich mit seinem neuen Lebensraum vertraut zu machen. Das richtige dabei war noch nicht und ich habe es dann erstmal etwas ruhiger angehen lassen, habe aber nun zum Jahresanfang die Suche wieder erneut aufgenommen, allerdings etwas wohldosierter. Ich bin sehr gespannt, ob ich vielleicht doch noch Sekretärin werde, Currywurst verkaufe, beim Deutschen Roten Kreuz anfange oder Dauerkundin beim jobcenter werde. Ich werde jedenfalls alles tun was ich kann und hoffe, dass etwas Gutes dabei herauskommt.

 

F: Du deutest in deinem Blog hier und da an, dass du Geschäftsideen hast. Oder projiziere ich das in dich hinein?

A: Dabei kann es sich eigentlich nur um die Luxusbrühe handeln, die ich für 60€ im Angebot habe. Was meine Geschäftsideen betrifft, muss ich noch eine etwas QVC-mäßigere Facette an meiner Persönlichkeit auftun fürchte ich.
Supergut wäre, wenn aus diesem Blog mal ein Buch wird. Und man auch mal so Lesungen machen kann.
Brutal frisch, heiß und neu ist eine eventuelle Kooperation mit einem altem Freund, der ein klitzekleines Restaurant in Berlin eröffnen wird und gerne Gemüse von mir haben will. Grundsätzlich möchte ich nicht ins Gemüsebusiness einsteigen und davon leben. Der Garten soll kein kommerzieller Platz werden, an dem zu bestimmten Zeiten bestimmte Mengen erwirtschaftet werden müssen. Wenn ich allerdings ein paar Reihen von diesem und jenem mehr säe und pflanze und ernte und ein tolles kleines Restaurant meines Vertrauens daraus ein Überraschungsgericht kocht, dann ist das vollkommen in meinem Sinne und zahlreiche weitere Kreise würden sich schließen.
Influencer bei instagram versuche ich auch gerade schon zu werden, habe aber erst 55 Jünger. Und als influencer muss man dann ja auch Werbung für Sachen machen, das find ich ja überhaupt nicht gut, aber wer weiß, vielleicht gibt es ja auch irgendwas echt Tolles was man kaufen kann und wofür Werbung vetretbar wär. Jetzt hab ich allen kurz Angst gemacht, das klingt nach echten Ambitionen was? Ha!
Keine Sorge. In erster Linie will ich mit meinem schönen Leben angeben und im besten Fall die eine oder andere Person mit etwas Begeisterung impfen. Das ist mir nämlich tatsächlich ein großes Anliegen. Und auf diesen Blog aufmerksam machen. Damit vielleicht ein Buch draus werden kann. Denn das wär doch wunderschön.
Ja, ansonsten gibt es ja schon seit vielen Jahren meine geplante Pflegeproduktserie „ohne alles“. Der Verkaufsschlager soll werden „ohne alles mit Kamille“. Wer mir das jetzt klaut kommt ins Gefängnis und darf nicht vorher über Los und darf keine tausend Euro einziehen. Bisher habe ich aber nur eine ranzige Ringelblumensalbe gemacht letzten Sommer und warte bis die Sterne günstiger für Kosmetik stehen bei mir.
Die Schmuckreihe „Krafttiere“, die ich vor einiger Zeit angefertigt habe, könnte allerdings bald reißenden Abschlag finden wie ich vermute. Der wilde Haufen Plastiktiere, den ich in einem Trödelladen in Berlin gekauft habe und zuhause mit feinen Lacken und edlem Glitzer zu hochwertigen Kettenanhängern und Broschen verarbeitet habe, könnte nämlich das perfekte Souvenir für die Besucher meiner Hippienachbarn sein! Die suchen ja immer tagelang nach ihren Krafttieren, und ich stelle mir vor, das alles abzukürzen, indem ich sonntags, wenn die alle ganz kaputt vom vielen Suchen sind, über die Wiese geschwebt komme, das Revers vollgetackert mit meinen glitzernden Krafttierbroschen und am ausgestreckten Arm verführerisch die Ketten baumelnd. Wie eine Bauchladenverkäuferin ohne Bauchladen, wie am Strand, bloß auf der Wiese!
Uwe-Bob hatte die tolle Idee, dass ich auch einfach meine Haare verkaufen könnte, als er mir letztens kunstvolle Zöpfe geflochten hat. Damit jemand Perücken draus machen kann. Mein Haar wächst nämlich wirklich außerordentlich schnell.
Nach wie vor wäre ich auch für eine Fußmodelkarriere zu haben. Aber nur in Teilzeit.  Oder Musikvideos, weil ich diese coole Sache mit meinem Bauch kann.
Aber so ganz konkret muss ich erstmal an der QVC-Facette arbeiten und lernen, wie man ordentlich einen Blog betreibt.

 

 

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