Bimbumbob. Ein Rezept.

Jeder, der von der Stadt auf’s Land zieht, muss irgendwann anfangen Rezepte unter die Leute bringen. Je früher ich damit anfange, desto besser. Auf heftiges Drängen gutwilliger Menschen hin also hier, das Rezept für Uckermärkisches Bimbumbob:

Wir brauchen:

frischen Grühnkohl

Quinoa bunt

Eier

Feta

Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika scharf, Hefeflocken

Olivenöl

  1. macht man Grühnkohlchips. Im Supermarkt gibt es Grühnkohl i.d.R. kleingeschnitten in riesigen Tüten. Ich arme Maus muss in den Garten gehen, ihn selber pflücken und klein schneiden. In einer Schüssel so viel Olivenöl und Gewürze auf den Grünkohl schütten, dass alles benetzt ist, wenn man ihn im Anschluss durchknetet. Nicht triefend. Glänzend, Den durchgekneteten Grünkohl verteilt man dann auf einem Backblech und lässt ihn bei 100°C 20 Minuten im Backofen. Dann kann man vielleicht für 10 Minuten nochmal etwas Gas geben bei 150°C. Bitte etwas aufpassen, wann die knusprig werden und noch mehr aufpassen, dass sie nicht einfach verkohlen.
  2. Währenddessen Quinoa kochen. Das hatten wir zwar auch im Garten dieses Jahr, aber die Ernte erwies sich als zu frustrierend. Am besten gelingt das Kochen von Quinoa mit meiner selbstgemachten Gemüsebrühe, die immernoch für 60€ pro Glas bei mir erworben werden kann. Wie Quinoa geht steht ja hinten drauf. Für Skeptiker: Quinoa schmeckt nicht öko, auch wenn man es schnell in einen Topf wirft mit den zahlreichen anderen kleinen Dingen wie Hirse, Amaranth und was es nicht alles gibt. Gebt Quinoa eine Chance. Fremdelt nicht. Ihr werdet es mir danken.
  3. In der Zwischenzeit könnt ihr etwas Feta in Würfel schneiden. Am besten Feta aus den riesigen Dosen vom türkischen süpermarket, weil der enorm viel leckerer ist und schlussendlich preisvorteilhafter ist als die kleinen, enorm viel weniger schmackhaften Rechtecke in Plastikhülle. In der leeren Dose könnt ihr dann eure alten Batterien aufbewahren. Oder ihr kauft noch eine und macht ein Telefon draus. Die Welt ist voller Möglichkeiten, ich sag’s euch.
  4. Dann müsst ihr nur noch so viele Spiegeleier braten wie ihr wollt und alles so arrangieren wie es euch gefällt.

Es dauert ungefähr 30-40 Minuten, bis man essen kann. Und es macht satt, ohne danach ins Koma zu fallen und vor allem sehr sehr zufrieden und glücklich. Wenn ich könnte, würde ich es jedem Einzelnen von euch kochen.

 

Foto: Jan Hempelmann

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s