10- Grüße aus Propellerland

Die Schweine helfen uns beim Entquecken.

Vielleicht guckt ihr euch erst das Video an https://vimeo.com/220629150 und lest dann weiter, damit ihr wisst, von wem ich hier eigentlich rede.

Letzten Mittwoch hat unser Hippienachbar die 4 zum ersten Mal rübergebracht und es war eine große Aufregung, ob sie den ganzen Garten durcheinanderbringen, oder ob sie sich im inneren Bereich des Zauns halten lassen. Es war ein bisschen beides, aber es klappt jeden Tag besser. Es ist jedenfalls eine wahre Freude, ihnen dabei zuzusehen, wie sie den Boden umgraben und es einem leichter machen, diese hartnäckige Quecke da rauszukriegen. Wie man sieht, sind sie halbe Wildschweine. Wie man aber auch sieht, sind sie ziemlich zahm. Besonders das eine. Ich wusste nicht, dass Schweine so wahnsinnig verkuschelt sind. Die eine legt sich garantiert einfach immer sofort hin, sobald ich sie ein bisschen zwischen den Ohren kraule. Streckt alle Viere von sich und macht die Augen zu. Das ist wirklich sehr, sehr niedlich. Könnte jedenfalls sein, dass es noch etwas dauert mit der Quecke, weil ein Schwein definitiv nicht die volle Leistung bringt wenn ich in der Nähe bin und ich die Grabegabel öfter mal zugunsten des Schweins in der Quecke stecken lasse. Bezaubernde Tiere, ganz ganz bezaubernd.

Um 6 Uhr aufstehen habe ich geschafft seit letztem Mal, war gar nicht so schwer. Mit dem Wecker auf dem Schreibtisch und nicht neben dem Bett ist es möglich und fühlt sich sogar ziemlich gut an, wenn man die Gelegenheit hat, früh ins Bett zu gehen. Ich fühle mich jetzt also schon etwas gewappneter für die nächste Station. Wenn ich aus Berlin zurückkomme, bin ich nur noch eine Woche bei Uwe-Bob. Hmpf.

Letzten Donnerstag habe ich einen kleinen Lehrgang im Beschneiden von Obstbäumen bekommen. Die Frau, mit der ich auch die Benjeshecke gemacht habe, lernt seit einem Jahr von einem professionellen Baumschneider Bäume schneiden und ich durfte mitkommen und lernen. Und das macht ziemlich Spaß, wenn man erstmal weiß was zu tun ist und man nach und nach lernt zu sehen, welcher Zweig oder Ast als nächstes dran ist. Irgendwann kommt man dann in einen kleinen Schneiderausch und fühlt sich wie Edward Scissorhands. Nach so einem Lehrgang sieht man Obstbäume auf jeden Fall mit anderen Augen. Samstag haben wir Uwe-Bob’s Nebenhaus eingeweiht, das jetzt vorerst fertig ist und in dem er nun schlafen kann. Wir haben ausgiebig Karaoke gesungen. Als ich „Wow“ von Kate Bush gesungen habe, hatte ich eine „out-of-body-experience“, wie Karaoke-Spezialist Uwe-Bob mir erklärt hat. Geht völlig ohne Drogen. Nur singen. Meine Stimme hat sich verselbstständigt. Ich hatte keine Ahnung, dass ich solche Töne machen kann. Ich wusste nicht, dass in mir eine kleine Kate Bush steckt.

Der Uckermark-Kurier hat eine Rubrik, in der Neugeborene mit Bild und Namen vorgestellt werden. Uwe-Bob nennt es „babyname-day“. Meistens überblätter ich die Seite, aber manchmal lohnt sich der Blick auf die Namen. Heute war die Ausbeute besonders groß und ich möchte euch die Funde nicht vorenthalten.

Platz 1: Casper-Blue Prince Normen Heller

Platz 2: Hailey Saphira Köpke

Platz 3: Alessia-Estelle Lorbeer (umso trauriger bei dem schönen Nachnamen)

und Zuki Trübenbach, die wird als einzige irgendwie ok durchs Leben kommen schätze ich.

Eure Kataleya-Wendy

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